Pünktlich zum Semesterstart erscheint heute die neue Ausgabe der „Dunkelziffer Unbekannt“. Das Magazin veröffentlicht einmal im Jahr aktuelle Berichte über (extrem) rechte Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf. Zugleich werden zivilgesellschaftliche Akteurinnen vorgestellt und Beispiele für Engagement gegen rechts aufgezeigt. Herausgeberinnen sind der Arbeitskreis Rechte Gewalt, die Antirassistische Registerstelle sowie der AStA der Alice Salomon Hochschule Berlin.
Online-Veranstaltung, organisiert vom La Casa Marzahn-Hellersdorf Freitag, 13. November 2020 | 18.30 Uhr | Anmeldungen unter La_Casa@riseup.net
Hakenkreuz-Sprühereien, Hitlergrüße und rassistische Propaganda – Das alles sind keine Einzelfälle in Marzahn-Hellersdorf. Die Antirassistische Registerstelle der Alice Salomon Hochschule dokumentiert seit Jahren solche und weitere extrem rechte und diskriminierende Vorfälle.
In diesem Jahr stiegen die bezirklichen Meldungen über rechte Bedrohungen weiter an. Wo sind die Hotspots rechter Aktivitäten im Bezirk? Welche extrem rechten Organisationen sind vor Ort aktiv? Und welche Rolle spielt dabei die lokale AfD?
Die Antirassistische Registerstelle wird an diesem Abend einen Überblick über die registrierten Vorfälle für das erste Halbjahr 2020 geben. Mit konkreten Beispielen wird es einen Einblick in rechte Aktivitäten im Bezirk geben.
Im Anschluss möchten wir mit euch diskutieren, wie wir rechten Vorfällen in Marzahn-Hellersdorf entgegen treten können.
Den Link zur Veranstaltung sowie alle weiteren Infos dazu bekommt ihr nach Anmeldung geschickt.
Aufgrund der zugespitzten Corona-Situation müssen wir das Screening von „Der zweite Anschlag“ am 4.11. im La Casa leider absagen. Wir hätten uns sehr gerne mit der Filmemacherin Mala Reinhardt dazu ausgetauscht. Besonders, weil der 4. November gleichzeitig der neunte Jahrestag der Selbstenttarnung des Kerntrios des NSU ist und die beteiligten rechten Strukturen und der NSU-Komplex alles andere als aufgelöst sind – und auch die staatliche und gesellschaftliche Mitverantwortung an den rassistischen Morden und Anschlägen bei weitem noch nicht aufgeklärt ist. Wir gedenken heute Enver Şimşek Abdurrahim Özüdoğru Süleyman Taşköprü Habil Kılıç Mehmet Turgut İsmail Yaşar Theodoros Boulgarides Mehmet Kubaşık Halit Yozgat Michèle Kiesewetter
Auch an der ASH Berlin übernehmen Menschen Verantwortung dafür, Teil einer Gesellschaft zu sein, in der rechte Morde und Terroranschläge geschehen können – wieder und wieder. Dass das Problem immer noch nicht gelöst ist, haben auch die Anschläge am 9. Oktober 2019 in Halle und am 19. Februar 2020 in Hanau gezeigt. Die Daten auf der Plattform Timemap – Global White Supremacist Terror: Halle „weisen darauf hin, dass sich diese Anschläge fortsetzen, solange sich Bewusstsein und Handeln der Regierungen und der Strafverfolgungsbehörden und der Gesellschaft in Gänze in Bezug auf Online-Radikalisierung und die extreme Rechte nicht verändern.“ An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal auf den Podcast „6 Monate nach Hanau – Interview mit Seda Ardal von der Initiative 19. Februar“ hinweisen, den Studierende der Sozialen Arbeit an der ASH im August 2020 veröffentlicht haben.
Am 4.11, dem 9. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU, lädt das La Casa und der AK gegen rechte Gewalt der ASH zum Filmscreening ein. Zu sehen ist der Film DER ZWEITE ANSCHLAG von der Regiseurin Mala Reinhardt, der erstmals die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit mit Mala Reinhardt über den Dokumentarfilm zu sprechen und zu diskutieren.
Los geht es am 4.11 um 18 Uhr.
Bringt einen Mund-Nasen-Schutz mit und informiert euch auf
Kommt am 3.11 zum Spazierblick „Erinnern und Organisieren!“ Die antirassistische Registerstelle der ASH, der AK gegen rechte Gewalt der ASH und das Register zur Erfassung rechtsextremer und dirskiminierender Vorfälle Marzahn – Hellersdorf zeigen euch exemplarische Orte rechtsextremer Gewalt und wie würdige Gedenkarbeit aussehen kann.