ABGESAGT Filmscreening: DER ZWEITE ANSCHLAG

Aufgrund der zugespitzten Corona-Situation müssen wir das Screening von „Der zweite Anschlag“ am 4.11. im La Casa leider absagen. Wir hätten uns sehr gerne mit der Filmemacherin Mala Reinhardt dazu ausgetauscht. Besonders, weil der 4. November gleichzeitig der neunte Jahrestag der Selbstenttarnung des Kerntrios des NSU ist und die beteiligten rechten Strukturen und der NSU-Komplex alles andere als aufgelöst sind – und auch die staatliche und gesellschaftliche Mitverantwortung an den rassistischen Morden und Anschlägen bei weitem noch nicht aufgeklärt ist. 
Wir gedenken heute 
Enver Şimşek
Abdurrahim Özüdoğru
Süleyman Taşköprü
Habil Kılıç
Mehmet Turgut
İsmail Yaşar
Theodoros Boulgarides
Mehmet Kubaşık
Halit Yozgat
Michèle Kiesewetter

Auch an der ASH Berlin übernehmen Menschen Verantwortung dafür, Teil einer Gesellschaft zu sein, in der rechte Morde und Terroranschläge geschehen können – wieder und wieder. Dass das Problem immer noch nicht gelöst ist, haben auch die Anschläge am 9. Oktober 2019 in Halle und am 19. Februar 2020 in Hanau gezeigt. Die Daten auf der Plattform Timemap  – Global White Supremacist Terror: Halle „weisen darauf hin, dass sich diese Anschläge fortsetzen, solange sich Bewusstsein und Handeln der Regierungen und der Strafverfolgungsbehörden und der Gesellschaft in Gänze in Bezug auf Online-Radikalisierung und die extreme Rechte nicht verändern.“ An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal auf den Podcast „6 Monate nach Hanau – Interview mit Seda Ardal von der Initiative 19. Februar“ hinweisen, den Studierende der Sozialen Arbeit an der ASH im August 2020 veröffentlicht haben.

Am 4.11, dem 9. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU, lädt das La Casa und der AK gegen rechte Gewalt der ASH zum Filmscreening ein. Zu sehen ist der Film DER ZWEITE ANSCHLAG von der Regiseurin Mala Reinhardt, der erstmals die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit mit Mala Reinhardt über den Dokumentarfilm zu sprechen und zu diskutieren.

Los geht es am 4.11 um 18 Uhr.

Bringt einen Mund-Nasen-Schutz mit und informiert euch auf

https://www.facebook.com/events/355902942500611

https://suburbanhell.org/la.casa

über mögliche Änderungen aufgrund der Pandemie.

Spazierblick „Erinnern und Organisieren“

Kommt am 3.11 zum Spazierblick „Erinnern und Organisieren!“ Die antirassistische Registerstelle der ASH, der AK gegen rechte Gewalt der ASH und das Register zur Erfassung rechtsextremer und dirskiminierender Vorfälle Marzahn – Hellersdorf zeigen euch exemplarische Orte rechtsextremer Gewalt und wie würdige Gedenkarbeit aussehen kann.

Start ist um 14 Uhr vor der ASH

PM: VBB nutzt Solidarmodell des Semestertickets aus

Studierende wollen 365€ -Lösung durchsetzen

In den aktuell laufenden Semesterticketverhandlungen zwischen dem Zusammenschluss des Großteils der Berlin-Brandenburgischen Studierendenvertretungen und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zeichnet sich kein Einlenken von Seiten der Verkehrsbetriebe ab. „Auch nach über einem halben Jahr zäher Verhandlungen will der VBB nicht von seinen geplanten Preiserhöhungen abrücken. Die allermeisten Studierenden würden damit deutlich mehr für das verbundweite Ticket zahlen, als das beim aktuellen Auszubildenden-Ticket der Fall ist.“ so Molly Schauermann, Verhandlungsführerin der IGSemTixBBB.

Seit dem 1. August 2019 fahren Auszubildende im gesamten VBB-Tarifbereich für 365 € im Jahr. Einen solchen Preis für das Ticket  fordert die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg (IGSemTixBBB) auch für die Studierenden. Berliner Studierende zahlen aktuell jährlich 387,60 € für die Nutzung des Berliner Tarifgebiets ABC. Wenn sie im gesamten Tarifgebiet fahren wollen, müssen sie zusätzlich ein Anschlussticket für 299,60€ im Jahr kaufen. Das Semesterticket an einer Brandenburger Hochschule kostet im Moment im Schnitt 362,80€. Der VBB plant das Semesterticket zum Sommersemester 2021 und Wintersemester 2021/22 jeweils um 5 Euro zu erhöhen.

„Das was der VBB mit uns veranstaltet ist ein ausgewachsener Skandal. Das Solidarmodell1 des Semestertickets wird hier abgestraft, da die Studierenden mit Zwang zum Kauf mehr zahlen sollen als die Azubis, die sich das Ticket freiwillig kaufen können. Der VBB gibt die Mehrwertsteuersenkung nicht an die Studierenden weiter, bekommt teilweise die Einnahmeausfälle in Corona-Zeiten durch den Bund ersetzt und will jetzt auch noch bei einer der wirtschaftlich am stärksten von der Pandemie betroffenen Gruppe die Preise deutlich erhöhen.“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB. Tilman Kolbe von der IGSemTixBBB ergänzt: „Dabei wird das Ticket zur Zeit kaum genutzt. Die allermeisten Lehrveranstaltungen finden online statt. Entsprechend ist die Akzeptanz für ein Ticket, dessen Kauf verpflichtend ist, gerade im Sinkflug. Für das Sommersemester 2021 fordern wir eine Öffnung des Azubi-Tickets für diejenigen Studierenden, die sich das Ticket auch tatsächlich freiwillig holen wollen.“

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

#TINklusiveUni, jetzt! Für trans*, inter* und nicht-binäre Personen

„Mit dieser Petition wenden wir uns als Zusammenschluss Berliner Studierender an die Berliner Hochschulen und Steffen Krach, den Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin.

Wir fordern Sie auf, die strukturelle Diskriminierung von trans*, inter* und nicht-binären Menschen (abgekürzt TIN) an den Berliner Hochschulen zu beenden!

Noch immer erfahren TIN Personen in unserer Gesellschaft Diskriminierung und Ausgrenzung bis hin zu Gewalt. Wenn dies auch an Hochschulen stattfindet, werden sie in ihrer Entfaltung und Möglichkeit des Wissenserwerbs eingeschränkt. Auch wenn sich Hochschulen gegen Diskriminierung aussprechen und das Hochschulgesetz sie zu einem aktiven Einsatz gegen jede Art von Diskriminierung verpflichtet, so herrschen aktuell immer noch TIN-feindliche Strukturen.“

Unterschreibt jetzt HIER, um der strukturellen Diskriminierung aufgrund Namensänderungen an Hochschulen ein Ende zu bereiten!

Orga-Treffen zu den O-Tagen 23.09.2020 17:00 Uhr

Heute findet ein virtuelles Treffen (in BigBlueButton) zwischen studentischen Initiativen und dem AStA statt. Bei diesem Treffen stimmen sich die Gruppen ab, wer – wann und wie bei den virtuellen O-Tagen die jeweilige studentische Initiative oder AStA Referate oder studentische Hochschulgremien den Ersties des Studiengangs der Sozialen Arbeit vorstellt.

Das Treffen findet heute am 23.09.20 auf BigBlueButton ab 17:00 Uhr statt.

<<Für teilnehmende Menschen die BigBlueButton erst noch kennenlernen möchten, gibt es die Möglichkeit schon ab 16:30 Uhr den BigBlueButton-Raum beizutreten – um BigBlueButton zu testen.>>

Damit BigBlueButton gut funktioniert, sollten Teilnehmende den Browser Firefox ab der Version 79.0 verwenden.

Wenn Menschen wissen, dass die Internetverbindung lokal nicht so gut ist, sollte eine mögliche Webcam nicht aktiviert werden.

Es hat sich gezeigt, dass die Funktionen von BigBlueButton am besten über einen PC oder einen Laptop genutzt werden können (Funktionen können sein: Chat, Konferenz-Pad, Screencasting, Präsentationen).

Sollte ihr noch Fragen zu dem Treffen haben, dann meldet euch gerne beim Antirafa ( antirafa@ ash-berlin.eu ) oder Öffentlichkeits-Referat ( oeffref@ ash-berline.u ), Hochschulpolitischen-Referat ( hopo@ ash-berlin.eu ) und bei technischen Fragen an die Studentische Initiative Cybernauties ( cybernauties@ ash-berlin.eu ).


Digitalisierung > Katastrophenhilfe > Gesellschaft > 10.09.20

#Warntag2020 #Ninawarnapp #Katwarn #BIWAPP

In Berlin gibt es keine Sirenen mehr„, so der Innensenator Geisel zu dem rbb-Moderationsteams, „da die Stadt eh so laut ist, dass die Sirenen nicht so gut gehört werden würden“ wird im Beitrag des rbb’s am 10.09.20 sinngemäß weitergegeben. Mal abgesehen von der Frage, wo Stadtlärm entsteht und ob es dann nicht ein Interesse der Stadtverwaltung sein sollte, wissentlichen Stadtlärm zu verringern und zu vermeiden, stellt sich die Frage weswegen städtebauliche Reformen für eine lebenswerte, gesundheitsförderne (umweltbundesamt.de) und Katastrophen schützende Stadtentwicklung im Kontext der Katastrophenhilfe mit digitalen Systemen ausgeglichen werden sollen (www.bbk.bund.de), so dass zum Beispiel Sirenen als nicht mehr nötig (anwendbar) betrachtet werden?

Der rbb (rbb24.de), die Tagesschau (tageschau.de) und weitere Nachrichtendienste (twitter digitalcourage) berichteten, dass das Innenministerium von Deutschland den Warn-Übungstag als gescheitert betrachten. Was hier aber vom Innenministerium kritisiert wird, ist die rein technische Übertragung und Abstimmung der zu sendenen Information, zum Beispiel in Falle einer Katastrophe. Nicht genannt und damit entnannt sind Phänomene einer digitalen Spaltung und Ungleichheit und Risiken von proprietären Code, wie es gegenüber den drei verfügbaren Warnapps von Digitalcourage aufgezeigt wird (twitter digitalcourage).

Die Basis des Warnsystems des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) besteht darin, dass es synchrone Warnsysteme über die Medienformen des Radios, des Fernsehens und Sirenen gibt und die asynchronen – in Form von öffentlichen Schalttafeln, Anzeigen auf verschiedenen Plattformen und sogenannte Apps für Smartphones und Tablets.

Problematisch für Berlin ist, dass es keine Sirenen mehr gibt. Der pragmatisch wirkende Gedanke auf Smartphones als synchrone Warnsysteme zu wechseln und deren Ökosysteme für eine Warninfrastruktur zu nutzen oder nutzend zu machen, scheint relativ plausibel. Hier gibt es aber einige Fragen, die diskutiert und reflektiert werden sollten.

Wie viele Menschen nutzen in Deutschland Smartphones, wer nutzt Smartphones für welche Anwendungen und welche Personengruppen können mit dem Smartphone an öffentlichen Leben teilhaben und von gesellschaftlichen (digitalen) Dienstleistungen im Rahmen einer Gleichbehandlung – sich – emanzipieren (Selbstständig handel)?


Wie können Menschen also bei einem Katastrophenszenario auf ihren digitalen Mobilgeräten im Kontext der NINA-, Katwarn, BIWAPP-Warnapp gewarnt werden, wenn Menschen nicht ‚Mehrheits-Systemdistributionen‘ (z. B. Andriod und IOS) benutzten. Selbst wenn vielleicht rund 71,8 % der Menschen Googleandroid-Systeme oder 27,59 % Apple-Distributionen (de.statista.com/) auf ihren digitalen Mobilgeräten nutzen und Zugriff auf einen Applestore oder Googleplaystore haben, gibt es Menschen, welche nicht an entsprechende Plattformen gebunden sein wollen um gesellschaftliche Leistungen, wie Beispielsweise die Katastrophenhilfe (immerhin von den Bundessteuergeldern finanziert [netzpolitik.org], mit einem allgemein-gesellschaftliches Interesse für jene Dienste) in Anspruch zu nehmen. Hier stellen sich schnell Fragen, welche Personengruppen und Individuen gewarnt werden und welche nicht? Daraus resultiert eine Stratifizierung (nach Kutscher, Farrenberg) durch eine Kodifizierung (nach Zorn) und schafft eine digitale Spaltung, Ungleichheit (nach Iske, Kutscher) in vulnerablen Bereichen, der Würde, der Unversehrtheit, der Menschlichkeit und Gleichheit in der Umwelt zwischen Systemen der Akteur:innen (nach Luhmann). Oder um es zugespitzt zu formulieren, welche Akteur:innen sind es Wert geschützt und gewarnt zu werden? Als Recherchegrundlage empfehle ich den D21-Digital-Index.


Als Beispiel, dass die gesamtgesellschaftlich konzeptionierten Warnapps Plattformgebunden sind und damit einer Datenökonomie und Überwachungskapitalismus (nach Zuboff) folgen, zeigt einen kritisch zu verfolgenden Diskurs auf, Akteur:innen aus bestimmten Personengruppen sanft abzuhängen (digital Abgehägten nach dem D21-Digital-Index).

Die NINA-, Katwarn- und BIWAPP-Warnapps im Test auf Smartphonedistributionen ohne einen Apple-Store oder Googleandroide-Store im Bildvergleich:

Plädoyer

Öffentliche Projekte für eine allgemein-gesellschaftliche digitale Versorgung mit Instanzen im Sinne von digitalen Dienstleistungen sollten stets freie Software, Open Source und Plattformunabhängig sein. Öffentliche digitale Dienste sollten so verfügbar sein, dass Menschen nicht auf Zugangsbeschränkte Bezugssysteme (wie Apple-Appstores, Googleplaystores) limitiert angewiesen sind (Z. B. Apple-Appstore, Googleplaystore).

Der Diskurs um digitale Medien, Plattformen, Datenökonomie und deren Abhängigkeiten zeigen sehr gut an dem Beispiel der Warnapps, welche Hinderungen im Alltag von Sozialer Arbeit im Kontext von Partizipations- und Emanzipationsmöglichkeiten auftreten (können), gerade in einer sich rasant (digitalisierenden) mediatisierenden Umwelt (nach Krotz).

PM: VBB fordert Preissteigerungen um bis zu 119%

Berlin. 23.07.2020

Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg fordert sozialverträglichen Gemeinschaftstarif für Studierende


Für die kommende Verhandlungsrunde zwischen den Berliner und Brandenburger Studierenden und dem Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB) zum neuen Semesterticket gründet sich die „Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-
Brandenburg“ (IGSemTixBBB). Eine große Mehrheit der verfassten Studierendenschaften und der Beauftragten für die Semesterticketverhandlungen schließen sich in diesem neugegründeten Verbund für die Verhandlungen mit dem VBB zusammen.
Ziel ist es für die 50 Universitäten und Hochschulen in Berlin (40 Hochschulen) und Brandenburg (10 HS) einen gemeinsamen, sozialverträglichen Tarif für die Studierendenschaften in Berlin und Brandenburg zu erreichen. 205.000 Studierende nutzten im Wintersemester 18/19 das Semesterticket des VBB. Die IGSemTixBBB geht davon aus, dass im Wintersemester 2020/21 mehr als 210.000 Studierende das Semesterticket beziehen werden.

Besonders die vom VBB teilweise schon umgesetzte Preissteigerung in einem Zeitraum von 6 Jahren um 119% bewegte die Studierenden dazu sich kooperativ zusammenzuschließen um kleinen Universitäten die Chance zu geben auch ihre Interessen gegenüber dem VBB durchsetzen zu können. Gerade in der aktuellen Situation ist eine solche vom VBB geforderte Preissteigerung für die Studierendenschaft nicht zu bewältigen. Viele Studierende sind zur Finanzierung ihres Studiums auf Nebentätigkeiten angewiesen, aktuell haben rund 40% ihren Job verloren und funktionierende Hilfsmaßnahmen von Seiten der Politik bleiben weiterhin aus. Die Studierenden fordern die Politik daher auf, auf die aktuelle Situation zu reagieren und das Semesterticket dauerhaft zu subventionieren.
Die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg wird sich in Zukunft gemeinschaftlich für die Interessen der Studierendenschaften für einen fairen gemeinschaftlichen Tarif einsetzen. „Wir bemängeln, dass wir Studierende als Einzige Ausbildungsgruppe das Semesterticket voll aus eigenen Mitteln tragen und dafür bisher von der Politik keine Subventionen erhalten. Gerade in der aktuellen Corona-Situation fordern wir daher von den politisch Verantwortlichen endlich spürbare Entlastungen für die Studierenden. Bisher ist noch nicht viel passiert – Dafür ist es jetzt aber Zeit!“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB.

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

FAQ Semtix – Allgemeines

Schon seit einigen Semestern beträgt der Preis für das Semesterticket, wie auch im kommenden Wintersemester 2020/2021, 193,80€ und ist mit allen Konditionen so gültig, wie bisher. Noch lange bevor Corona die Stadt dichtgemacht hat, war der Vertrag so unterschrieben.

Aktuell stehen wir gemeinsam mit dem IGSemtixBBB (einem Zusammenschluss der staatlichen Berliner und Brandenburger Semesterticketbeauftragten- Interessensgemeinschaft Semesterticket Berllin-Brandenburg) in Verhandlungen mit dem VBB (Verkehrsbetrieben Berlin-Brandenburg) über die Semesterticketverträge der Semester ab SoSe 2021.

Dabei sind wir selbstverständlich darum bemüht die Stimme der Studierenden und ihre Wünsche und Positionen einzubringen und ein Semesterticket zu verhandeln, mit dem alle gut und gerne Bahn fahren. In den nächsten Wochen wird sich abzeichen, wie die Verhandlungen ausgehen. Bleibt dafür gerne auf dem laufenden, lest unsere Pressemitteilungen und vefolgt die Medien zu dem Thema.

Nun erreichen mich in meinem Amt als Semesterticketreferentin vermehrt Anfragen dazu, ob eine Befreiung vom Semesterticket wegen Onlinelehre erwirkt werden kann. Aus dem Grund, dass ich wegen der aktuellen Verhandlungslage wenig Kapazität habe, alle Anfragen und Anträge, die mich erreichen sofort zu beantworten, möchte ich hier mit ein paar allgemeinen Antworten Klarheit schaffen.

Wie Läuft eine Semesterticketbefreiung ab?

Einen Antrag auf Befreiung findet ihr auf der Website. Bitte beachtet die Fristen, die auf den Anträgen vermerkt sind. Falls ihr den nicht findet, mailt uns einfach, wir schicken ihn euch zu.

Sobald der Antrag bei mir eingegangen ist und ich das ganze an das Immaamt weitergeleitet habe, schickt ihr bitte umgehend euer Ticket zusammen mit einem Antrag auf Rückerstattung an das Immaamt:

Alice Salomon Hochschule
Alice-Salomon-Platz 5
StudierendenCenter / Immatrikulationsamt
12627 Berlin
E-Mail: immatrikulationsamt@ash-berlin.eu

Bitte seht davon ab mir das Semesterticket gleich mitzuschicken. Es besteht immernoch die Möglichkeit, dass der Antrag nicht gültig ist, die Post was verliert, oder oder… Außerdem bin ich im Homeoffice und es kommt aus meinen Geldbeutel wenn ich eure Tickets rumschicken darf 🙂

Kann ich vom Semesterticketbeitrag befreit werden, wenn ich es wegen der Onlinelehre nicht brauche?

Leider gibt es keine Möglichkeit sich vom Semesterticket befreien zu lassen, wenn es nicht genutzt wird. In der Semesterticketsatzung (und im Befreiungsantrag) steht, dass eine Befreiung bei einem Online-Studium erwirkt werden kann. Da es sich bei der Onlinelehre um eine vorübergehende Lösung für Studiengänge handelt, die eigentlich (in der Studienordnung nachlesbar) Präsenzstudiengänge sind, kann deswegen keine Befreiung vom Semesterticket erwirkt werden.

Das Semesterticket funktioniert nach einem Solidarmodell, d.h., dass diejenigen, die besonders wenig mit dem Ticket fahren, diejenigen entlasten, die besonders viel damit fahren. Somit kann gewährleistet werden, dass es für alle bezahlbar bleibt. Wenn jetzt nur noch diejenigen das Ticket bezahlen, die es auch wirklich viel nutzen und drauf angewiesen sind, wird es immens teuer für alle.

Wer trotzdem sagt, dass es zu viel Geld ist für ein Tickt, dass zur Zeit kaum genutzt wird, kann einen Zuschuss vom Sozialfonds beantragen. Siehe dazu „Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?“

Ich habe meinen Befreiungsantrag als pdf ausgefüllt, soll ich das mailen oder per Post schicken?

Da jeder Antrag abgeheftet und an das Immaamt weitergeleitet wird, schickt bitte die Anträge weiterhin per Post an die auf dem Antrag angegebene Adresse:

AStA der Alice Salomon Hochschule
Semesterticketreferat
Alice-Salomon-Platz 5 
12627 Berlin

Wenn ihr aufgrund der andauernden Hochschulschließung und weil ihr keinen Drucker zuhause habt, keine Möglichkeit seht den Antrag per Post zu schicken, dann könnt ihr den Antrag auch per Mail an die Mailadresse des Semesterticketreferats (semesterticket @ash-berlin.eu). Ich werde ihn dann ausdrucken. (Ich verwende dafür meinen eigenen Drucker und kriege kein Geld dafür, also bitte prüft das vorher)

Ich wohne in Brandenburg und nutze das Ticket nicht, kann ich mich befreien lassen?

Leider gibt es momentan keine Möglichkeit sich alleine wegen seines Wohnortes vom Semesterticket befreien zu lassen. Ein Aufenthalt außerhalb des Geltungsbereichs der Tickets ist nur in Verbindung mit studienbezogenen Anlässen (Praktikum, Recherche…) ein Grund sich vom Semesterticket befreien zu lassen.

Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?

Für alle Fälle, die nicht durch die Semesterticketsatzung gedeckt sind (zum Beispiel wegen einer Pandemie den Job verlieren und nicht in der Stadt sein), gibt es den Sozialfonds. Da zahlen alle Studierende jedes Semester 4,80€ ein, es ist also Teil eurer Semestergebühr. Über den Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds könnt ihr beantragen, Geld aus diesen Fonds als Entlastung wiederzubekommen. Der Antrag ist etwas umfangreicher als der zur Befreiung, aber es lohnt sich, da diesess System wenig ausgelastet ist und somit gute Chancen bestehen!

Bis wann muss was eingereicht werden? Was sind die Fristen?

Die Frist für die Befreiungsanträge endet 3 Wochen nach Semesterbeginn. Das bedeutet, allerletzter Stichtag ist der 22.10.2020. Ihr erhaltet eine Mail von mir wenn der Antrag bearbeitet wurde.

Beim Sozialfondsantrag muss es schneller gehen, da ist die Antragsfrist gleich die Rückmeldefrist der Semestergebühren, das heißt schon am 31.07.2020. Für Neuimmatrikulierte liegt die Frist bei 6 Wochen nach Immatrikulation.

Bitte beachtet, dass der Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds vom Semesterticketbüro der TU bearbeitet wird. Bitte senden an:

Technische Universität 
Semesterticketbüro 
Straße des 17. Juni 135 
10623 Berlin

Ich hab mein Semesterticket verloren, was muss ich tun?

Um ein neues Semesterticket zu bekommen, reicht es momentan aus eine Mail an das Immaamt (immatrikulationamt @ash-berlin.eu) zu schreiben mit der Bitte um Ersatz. Im folgenden müsst ihr 12€ überweisen und ihr kriegt das neue Semtix zugeschickt.

Wenn ich den Befreiungsantrag gestellt habe, muss ich trotzdem das Geld bei der Rückmeldung überweisen?

Ja. Ich habe als Mitglied im AStA keinen Zugriff auf die Finanzverwaltung der Hochschule. Der Befreiungsantrag muss also extra gestellt werden und der volle Betrag der Semestergebühren (samt Semesterticketbeitrag) müssen gezahlt werden. Bei einem stattgegebenen Antrag überweist euch dann das Immaamt den Beitrag zurück für diejenigen Monate, für die die Befreiung gilt.

Die aktuelle Situation ist für uns alle neu. Auch im Semesterticketreferat stehe ich vor neuen Herausforderungen. Bitte beachtet, dass ich ehrenamtlich im AStA arbeite und die Verhandlungen mit dem VBB sehr zeitintensiv sind. Längere Wartezeiten beim Beantworten der Mails kann ich also leider nicht verhindern.

Dennoch hoffe ich, dass einige Fragen beantwortet wurden!

Weiterhin ist mein Mailpostfach offen und ich gebe gerne auch Beratung über Jisti/Mumble.

Liebe Grüße, die Semesterticketreferentin <3