Offener Brief an alle Studierenden

12.11.20 | +++ WICHTIGE INFOS ZU DEINEM SEMESTERTICKET +++

(see English version below)

OFFENER BRIEF

An alle Studierenden in Berlin und Brandenburg

++++ WICHTIGE INFOS ZU DEINEM SEMESTERTICKET ++++

Liebe:r Studi,

wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht für Dich:

Zuerst die schlechte Nachricht:
Dein Semesterticket soll zum kommenden Sommersemester teurer werden!

Und jetzt die gute Nachricht:
Wir, die verfassten Studierendenschaften der Hochschulen in Berlin und Brandenburg setzen uns gerade für Dich gemeinsam mit der IGSemTixBBB dafür ein, dass das Semesterticket nicht teurer wird.
Dazu benötigen wir aber auch Deine Hilfe! Wie Du uns konkret unterstützen kannst, findest du am Ende des Textes.

Wer ist die IGSemTixBBB:
Die IGSemTixBBB, die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin/Brandenburg, ist der Zusammenschluss der verfassten Studierendenschaften und der Beauftragten der einzelnen Hochschulen für das Semesterticket in Berlin und Brandenburg. Kurz zusammengefasst, wir sind ein Gremium von Studierenden für Studierende.

Was wir machen:
Schon seit dem Sommersemester 2020 sind wir gemeinsam für uns Studierende in Berlin und Brandenburg in Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB).
In mehreren Terminrunden bis Ende August haben wir die Anliegen der Studierenden vorgetragen und versucht mit dem VBB zu einem partnerschaftlichen Ergebnis zu kommen.
Die Verhandlungen bezüglich Preis und Umfang des Tickets haben sich aber sehr schwer gestaltet, wurden einseitig nicht weitergeführt und wir hatten stets das Gefühl, dass dem VBB die Interessen und Bedürfnisse von uns insgesamt mehr als 210.000 Studierenden, also auch Deine, vollkommen egal sind!

Nur so lässt sich für uns erklären, warum der VBB schon nicht bereit war uns Studierenden für das Sommersemester 2020 und das jetzige Wintersemester 20/21 entgegen zu kommen. Wir hatten beispielsweise für Dich gefordert, dass es für das Sommersemester 2020 eine corona-konforme Kulanzregelung geben sollte. Dies hätte beispielsweise die Studis, die ihr Semesterticket damals und momentan auf Grund der geschlossenen Hochschulen nicht brauchen oder nicht nutzen können finanziell unter die Arme greifen können.

Was wir aktuell für Dich fordern:
Für das kommende Sommersemester 2021 hatten wir dem VBB vorgeschlagen in Form eines reduzierten Tickets (365 Euro pro Jahr – 182,50 Euro pro Semester) den Studierenden entgegen zu kommen und das Semesterticket zu erhalten. Den Tarif dazu gibt es schon. Dieser Tarif wird aber uns Studis verwehrt und kann nur von Auszubildenden bezogen werden.

Von vielen Politiker:innen in den Parlamenten in Berlin und Brandenburg haben wir hierzu schon parteiübergreifende Zustimmung signalisiert bekommen. Beispielsweise hat uns die Berliner Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bei einer Befragung durch einen Abgeordneten im Berliner Senat Ihre Sympathie signalisiert. Aus dem Brandenburger Landtag hingegen hatten wir bei einer Befragung, bei der wir auch selbst zu Wort gekommen sind, von Seiten des Staatssekretärs im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg und Vorsitzender des Aufsichtsrates des VBB in Personalunion leider keine Sympathiebekundungen bekommen.

Das Ultimatum:
Der VBB hat uns vor wenigen Tagen ein Ultimatum gesetzt. Er verlangt, dass wir bis zum 15.11.2020 – also diesen Sonntag – uns für die Preiserhöhung oder gegen das Semesterticket als Ganzes entscheiden. Damit wird uns unverfroren eine Pistole auf die Brust gesetzt und das obwohl aus unserer Sicht die Verhandlungen noch nicht beendet sind. 
Diese Form des unter Druck setzens lehnen wir, neben der Preiserhöhung als solche, klar ab und fordern weitergehende partnerschaftliche Verhandlungen auf Augenhöhe. Schließlich sind wir mit 210.000 Studierenden eine nicht zu unterschätzende Kund:innengruppe für den VBB und bringen momentan pro Jahr – sichere – 80 Mio Euro ein. Notfalls fordern wir die Preise der Semestertickets in Berlin und Brandenburg bis zum Ablauf des Wintersemesters 21/22 – also für ein weiteres Jahr – einzufrieren. Dazu benötigen wir aber eure öffentliche Unterstützung!

Was Du nun tun kannst:
Wir sind viele – 210.000 Studierende – und nur gemeinsam können wir unsere Stimme erheben!
Mit folgenden Punkten kannst Du uns unterstützen:

1. Informiere dich zu dem Thema und bilde dir eine Meinung.
Unter www.linktr.ee/semtix365 haben wir Informationen für Dich bereitgestellt. 


2. Spreche mit deinen Kommiliton:innen über das Thema.

Desto mehr Studierende über das Thema informiert sind, desto mehr können wir erreichen. Dieses Thema betrifft jede:n Studierenden!


3. Folge uns auf Instagram und Twitter.

Du findest uns in den Sozialen Medien unter @semtix365 & #semtix365

https://www.instagram.com/semtix365
https://twitter.com/semtix365

4. Poste uns deine Meinung über die sozialen Medien.

Was denkst du zum Thema Preiserhöhung beim Semesterticket?

5. Du willst mehr tun, als uns „nur“ über Social Media unterstützen?
Du hast einen Blog, Du schreibst für eine Studierendenzeitung, Du bist künstlerisch begabt und/oder möchtest dich einfach bei uns einbringen? Schreib uns einfach, über unsere Social Media Kanäle, wie du dich bei uns einbringen willst und wir melden uns bei Dir!

Studierende sind vollkommen unterschiedlich – und doch vereint uns alle 210.000 Berliner und Brandenburger Studis zumindest eine Sache. Wir alle haben ein Semesterticket. Und das ist auch gut so! Somit betrifft uns dieses Thema alle!

Wir wollen gemeinsam mit Dir an einem bezahlbaren, fairen und vor allem an den Bedürfnissen von Studierenden orientiertem Ticket arbeiten und freuen uns auf deine Unterstützung.

Deine Berliner und Brandenburger ASten
in Gemeinschaft mit der IGSemTixBBB

——

OPEN LETTER

To all students in Berlin and Brandenburg

++++ IMPORTANT INFORMATION ABOUT YOUR SEMESTER TICKET ++++

Dear Student,

we have good and bad news for you:

First the bad news:
Your semester ticket will become more expensive for the coming summer semester!

And now the good news:
We, the student unions of the universities in Berlin and Brandenburg, together with the IGSemTixBB, will do our best to make sure that the semester ticket will not become more expensive.
But we also need your help! How you can support us concretely, you can find at the end of the text.

Who is the IGSemTixBBB:
The IGSemTixBBB, the interest group Semesterticket Berlin/Brandenburg, is the union of the composed student bodies and the representatives of the individual universities for the Semesterticket in Berlin and Brandenburg. In summary, we are a committee of students for students.

What we do:
Since the summer semester 2020, we have been in negotiations with the Berlin/Brandenburg Transport Association (VBB) on behalf of our students in Berlin and Brandenburg.
In several meetings until the end of August, we presented the students’ concerns and tried to reach a cooperative result with the VBB.
The negotiations concerning the price and the extent of the ticket were very difficult, were not continued unilaterally and we always had the feeling that the VBB does not care about the interests and needs of more than 210.000 students, including yours!

This is the only way to explain why the VBB was not willing to meet us students for the summer semester 2020 and the current winter semester 20/21. For example, we had demanded for you that there should be a corona-compliant goodwill regulation for the summer semester 2020. This would have provided financial support to students who did not need or could not use their semester ticket at that time or at the moment due to closed universities.

What we currently demand for you:
For the coming summer semester 2021 we had suggested to the VBB to help students by offering them a reduced ticket (365 Euro per year – 182,50 Euro per semester) and to get the semester ticket. The tariff for this already exists. However, this tariff is denied us students and can only be obtained by apprentices.

Many politicians in the parliaments of Berlin and Brandenburg have already signaled their cross-party support. For example, the Berlin Senator for the Environment, Transportation and Climate Protection signaled her sympathy during a questioning by a member of the Berlin Senate. Unfortunately, we did not receive any expressions of sympathy from the Brandenburg state parliament in a questioning, in which we also had our voice heard, from the State Secretary in the Ministry of Infrastructure and State Planning of the State of Brandenburg and Chairman of the Supervisory Board of the VBB.

The ultimatum:
A few days ago the VBB gave us an ultimatum. It demands that we decide by 15.11.2020 – that is this Sunday – whether we want to increase the price or against the semester ticket as a whole. This is a blatant pistol to our heads, even though, in our opinion, the negotiations are not yet over. 
In addition to the price increase as such, we clearly reject this form of putting pressure and demand further partnership-based negotiations at equal level. After all, with 210,000 students, we are a customer group for the VBB that should not be underestimated, and we currently bring in – a safe – 80 million euros per year. If necessary, we demand that the prices of semester tickets in Berlin and Brandenburg be freezed until the end of the winter semester 21/22 – that is, for another year. But for this we need your public support!

What you can do now:
We are many – 210,000 students – and only together can we raise our voice!
You can support us with the following points:

1. inform yourself about the topic and form an opinion.
We have provided information for you at www.linktr.ee/semtix365. 


2. talk to your fellow students about the topic.

The more students are informed about the topic, the more we can achieve. This topic concerns every student!

3. follow us on Instagram and Twitter
You can find us in the social media under @semtix365 & #semtix365

https://www.instagram.com/semtix365
https://twitter.com/semtix365

4. post us your opinion about social media.

What do you think about the price increase of the semester ticket?

5. You want to do more than “just” support us via social media?
You have a blog, you write for a student newspaper, you are artistically talented and/or just want to get involved? Just write us, via our social media channels, how you want to get involved and we will get back to you!

Students are completely different – and all of us 210,000 Berlin and Brandenburg students are united by at least one thing. We all have a semester ticket. And that is a good thing! So this topic concerns us all!

We want to work together with you to create an affordable, fair and above all student-oriented ticket and are looking forward to your support.

The Berlin and Brandenburger AStAs
in cooperation with the IGSemTixBB

PM: Parlamentarische Anfrage zeigt – 365€-Ticket für Studierende ist realisierbar!

Auch die Studierenden in Berlin und Brandenburg sollten für 365€ im Jahr mobil sein können.

Seit dem 1. August 2019 fahren Auszubildende im gesamten VBB-Tarifbereich für 365 € im Jahr. Ein solches Ticket fordert die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg (IGSemTixBBB), der Zusammenschluss Berliner und Brandenburger Vertretungen der Studierenden.

“In Anbetracht vergleichbarer Lebensverhältnisse finden wir das fair und angemessen. Außerdem überwindet ein solches Ticket die nicht zu rechtfertigenden Preisunterschiede zwischen den einzelnen Semestertickets und dem Tarif-Flicken-Teppich.“, kritisiert Molly Schauermann, Verhandlungsführerin der Interessengemeinschaft.

Berliner Studierende zahlen aktuell 387,60 € für Berlin ABC. Wenn sie im gesamten VBB-Tarifgebiet fahren wollen, müssen sie zusätzlich ein Anschlussticket für 299,60 € im Jahr kaufen. Das Semesterticket an einer Brandenburger Hochschule kostet im Schnitt 362,80 € und erlaubt die Fahrt im gesamten VBB-Bereich. Für letzteren Personenkreis wären also noch nicht einmal Subventionen aus Landesmitteln notwendig. Die Azubi-Tickets hingegen werden in diesem Jahr mit insgesamt 4,8 Millionen Euro subventioniert, das geht aus einer kleinen Anfrage der Grünen im Brandenburger Landtag hervor.(1*) Die Semestertickets finanzieren sich durch die Pflicht zum Kauf momentan selbst und dürften beim Erhalt dieses Solidarmodells die Landeshaushalte nicht allzu sehr bis garnicht belasten. Für das Land Brandenburg dürften bei den momentanen Kosten keinerlei zusätzliche Subventionen anfallen. Für den Berliner Landeshaushalt beliefe sich der Differenzausgleich zum günstigeren Ticket auf 1,8 Millionen Euro, wenn man von einer zum Semesterticket berechtigten Studierendenzahl von 165.000 ausgeht.

“Obwohl die Regierungsfraktionen in beiden Bundesländern zuletzt Zustimmung signalisiert haben, besteht der VBB gegenwärtig noch auf den Preiserhöhungen, und das obwohl die Studierenden trotz stark eingeschränktem Nutzungsverhalten unter Pandemiebedingungen die Semesterticketverträge bisher noch nicht in Frage gestellt haben. Die Zustimmung zum Semesterticket befindet sich aber gerade im Sinkflug – den Studierenden ist es schwer zu vermitteln, dass sie gezwungen werden sollen ein Ticket zu kaufen, das Sie momentan nicht nutzen können und müssen, da das Studium überwiegend digital stattfindet!“, stellt Tilman Kolbe von der IGSemTixBBB fest.

Auch die Mehrwertsteuersenkung wurde vom Verkehrsverbund de facto einbehalten. Dass der Verbundbereich an allen Septemberwochenenden für Berliner*innen auf VBB gesamt ausgeweitet wurde kam dank schlechter Öffentlichkeitsarbeit kaum bei den Studierenden an und es stellt sich außerdem die Frage, wie empfehlenswert es aktuell ist, sich ohne Not in vollen Regionalbahnen zum Wochenendausflug aufzumachen.

“Wir fordern vom VBB ein deutliches Umdenken und Entgegenkommen. Außerdem ein öffentliches Bekenntnis zum Ziel eines 365€-Tickets für Studierende durch eine schnelle und partnerschaftliche Umsetzung. Als „Brückenlösung“und ersten Schritt wäre hier denkbar ab dem Jahr 2021 (Trimester ab Januar, Semester ab April) das Azubi-Ticket übergangsweise, während der für uns alle besonderen Situation, für Studierende zu öffnen. So gewährleisten wir das Semesterticket für die Studierenden die es benötigen. Vor allem aber erhalten wir die Akzeptanz für das Solidarmodell bei den Studierenden.“, fordert Matthias Weingärtner von der IGSemTixBBB, „Nach vielen Gesprächen mit Studierenden verschiedener Hochschulen in Berlin und Brandenburg habe ich nämlich aktuell eher die Sorge, dass es bei einer erneuten Urabstimmung eher schlecht für eine Verlängerung des Semestertickets aussehen würde – und damit wäre dann wirklich keinem geholfen.“

Für Rückfragen stehen wir gerne unter semtix@lak-berlin.de zur Verfügung.

1* https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w7/drs/ab_2000/2057.pdf

PM: VBB nutzt Solidarmodell des Semestertickets aus

Studierende wollen 365€ -Lösung durchsetzen

In den aktuell laufenden Semesterticketverhandlungen zwischen dem Zusammenschluss des Großteils der Berlin-Brandenburgischen Studierendenvertretungen und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zeichnet sich kein Einlenken von Seiten der Verkehrsbetriebe ab. “Auch nach über einem halben Jahr zäher Verhandlungen will der VBB nicht von seinen geplanten Preiserhöhungen abrücken. Die allermeisten Studierenden würden damit deutlich mehr für das verbundweite Ticket zahlen, als das beim aktuellen Auszubildenden-Ticket der Fall ist.” so Molly Schauermann, Verhandlungsführerin der IGSemTixBBB.

Seit dem 1. August 2019 fahren Auszubildende im gesamten VBB-Tarifbereich für 365 € im Jahr. Einen solchen Preis für das Ticket  fordert die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg (IGSemTixBBB) auch für die Studierenden. Berliner Studierende zahlen aktuell jährlich 387,60 € für die Nutzung des Berliner Tarifgebiets ABC. Wenn sie im gesamten Tarifgebiet fahren wollen, müssen sie zusätzlich ein Anschlussticket für 299,60€ im Jahr kaufen. Das Semesterticket an einer Brandenburger Hochschule kostet im Moment im Schnitt 362,80€. Der VBB plant das Semesterticket zum Sommersemester 2021 und Wintersemester 2021/22 jeweils um 5 Euro zu erhöhen.

“Das was der VBB mit uns veranstaltet ist ein ausgewachsener Skandal. Das Solidarmodell1 des Semestertickets wird hier abgestraft, da die Studierenden mit Zwang zum Kauf mehr zahlen sollen als die Azubis, die sich das Ticket freiwillig kaufen können. Der VBB gibt die Mehrwertsteuersenkung nicht an die Studierenden weiter, bekommt teilweise die Einnahmeausfälle in Corona-Zeiten durch den Bund ersetzt und will jetzt auch noch bei einer der wirtschaftlich am stärksten von der Pandemie betroffenen Gruppe die Preise deutlich erhöhen.“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB. Tilman Kolbe von der IGSemTixBBB ergänzt: “Dabei wird das Ticket zur Zeit kaum genutzt. Die allermeisten Lehrveranstaltungen finden online statt. Entsprechend ist die Akzeptanz für ein Ticket, dessen Kauf verpflichtend ist, gerade im Sinkflug. Für das Sommersemester 2021 fordern wir eine Öffnung des Azubi-Tickets für diejenigen Studierenden, die sich das Ticket auch tatsächlich freiwillig holen wollen.”

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

PM: VBB fordert Preissteigerungen um bis zu 119%

Berlin. 23.07.2020

Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg fordert sozialverträglichen Gemeinschaftstarif für Studierende


Für die kommende Verhandlungsrunde zwischen den Berliner und Brandenburger Studierenden und dem Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB) zum neuen Semesterticket gründet sich die “Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-
Brandenburg” (IGSemTixBBB). Eine große Mehrheit der verfassten Studierendenschaften und der Beauftragten für die Semesterticketverhandlungen schließen sich in diesem neugegründeten Verbund für die Verhandlungen mit dem VBB zusammen.
Ziel ist es für die 50 Universitäten und Hochschulen in Berlin (40 Hochschulen) und Brandenburg (10 HS) einen gemeinsamen, sozialverträglichen Tarif für die Studierendenschaften in Berlin und Brandenburg zu erreichen. 205.000 Studierende nutzten im Wintersemester 18/19 das Semesterticket des VBB. Die IGSemTixBBB geht davon aus, dass im Wintersemester 2020/21 mehr als 210.000 Studierende das Semesterticket beziehen werden.

Besonders die vom VBB teilweise schon umgesetzte Preissteigerung in einem Zeitraum von 6 Jahren um 119% bewegte die Studierenden dazu sich kooperativ zusammenzuschließen um kleinen Universitäten die Chance zu geben auch ihre Interessen gegenüber dem VBB durchsetzen zu können. Gerade in der aktuellen Situation ist eine solche vom VBB geforderte Preissteigerung für die Studierendenschaft nicht zu bewältigen. Viele Studierende sind zur Finanzierung ihres Studiums auf Nebentätigkeiten angewiesen, aktuell haben rund 40% ihren Job verloren und funktionierende Hilfsmaßnahmen von Seiten der Politik bleiben weiterhin aus. Die Studierenden fordern die Politik daher auf, auf die aktuelle Situation zu reagieren und das Semesterticket dauerhaft zu subventionieren.
Die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg wird sich in Zukunft gemeinschaftlich für die Interessen der Studierendenschaften für einen fairen gemeinschaftlichen Tarif einsetzen. „Wir bemängeln, dass wir Studierende als Einzige Ausbildungsgruppe das Semesterticket voll aus eigenen Mitteln tragen und dafür bisher von der Politik keine Subventionen erhalten. Gerade in der aktuellen Corona-Situation fordern wir daher von den politisch Verantwortlichen endlich spürbare Entlastungen für die Studierenden. Bisher ist noch nicht viel passiert – Dafür ist es jetzt aber Zeit!“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB.

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

FAQ Semtix – Allgemeines

Schon seit einigen Semestern beträgt der Preis für das Semesterticket, wie auch im kommenden Wintersemester 2020/2021, 193,80€ und ist mit allen Konditionen so gültig, wie bisher. Noch lange bevor Corona die Stadt dichtgemacht hat, war der Vertrag so unterschrieben.

Aktuell stehen wir gemeinsam mit dem IGSemtixBBB (einem Zusammenschluss der staatlichen Berliner und Brandenburger Semesterticketbeauftragten- Interessensgemeinschaft Semesterticket Berllin-Brandenburg) in Verhandlungen mit dem VBB (Verkehrsbetrieben Berlin-Brandenburg) über die Semesterticketverträge der Semester ab SoSe 2021.

Dabei sind wir selbstverständlich darum bemüht die Stimme der Studierenden und ihre Wünsche und Positionen einzubringen und ein Semesterticket zu verhandeln, mit dem alle gut und gerne Bahn fahren. In den nächsten Wochen wird sich abzeichen, wie die Verhandlungen ausgehen. Bleibt dafür gerne auf dem laufenden, lest unsere Pressemitteilungen und vefolgt die Medien zu dem Thema.

Nun erreichen mich in meinem Amt als Semesterticketreferentin vermehrt Anfragen dazu, ob eine Befreiung vom Semesterticket wegen Onlinelehre erwirkt werden kann. Aus dem Grund, dass ich wegen der aktuellen Verhandlungslage wenig Kapazität habe, alle Anfragen und Anträge, die mich erreichen sofort zu beantworten, möchte ich hier mit ein paar allgemeinen Antworten Klarheit schaffen.

Wie Läuft eine Semesterticketbefreiung ab?

Einen Antrag auf Befreiung findet ihr auf der Website. Bitte beachtet die Fristen, die auf den Anträgen vermerkt sind. Falls ihr den nicht findet, mailt uns einfach, wir schicken ihn euch zu.

Sobald der Antrag bei mir eingegangen ist und ich das ganze an das Immaamt weitergeleitet habe, schickt ihr bitte umgehend euer Ticket zusammen mit einem Antrag auf Rückerstattung an das Immaamt:

Alice Salomon Hochschule
Alice-Salomon-Platz 5
StudierendenCenter / Immatrikulationsamt
12627 Berlin
E-Mail: immatrikulationsamt@ash-berlin.eu

Bitte seht davon ab mir das Semesterticket gleich mitzuschicken. Es besteht immernoch die Möglichkeit, dass der Antrag nicht gültig ist, die Post was verliert, oder oder… Außerdem bin ich im Homeoffice und es kommt aus meinen Geldbeutel wenn ich eure Tickets rumschicken darf 🙂

Kann ich vom Semesterticketbeitrag befreit werden, wenn ich es wegen der Onlinelehre nicht brauche?

Leider gibt es keine Möglichkeit sich vom Semesterticket befreien zu lassen, wenn es nicht genutzt wird. In der Semesterticketsatzung (und im Befreiungsantrag) steht, dass eine Befreiung bei einem Online-Studium erwirkt werden kann. Da es sich bei der Onlinelehre um eine vorübergehende Lösung für Studiengänge handelt, die eigentlich (in der Studienordnung nachlesbar) Präsenzstudiengänge sind, kann deswegen keine Befreiung vom Semesterticket erwirkt werden.

Das Semesterticket funktioniert nach einem Solidarmodell, d.h., dass diejenigen, die besonders wenig mit dem Ticket fahren, diejenigen entlasten, die besonders viel damit fahren. Somit kann gewährleistet werden, dass es für alle bezahlbar bleibt. Wenn jetzt nur noch diejenigen das Ticket bezahlen, die es auch wirklich viel nutzen und drauf angewiesen sind, wird es immens teuer für alle.

Wer trotzdem sagt, dass es zu viel Geld ist für ein Tickt, dass zur Zeit kaum genutzt wird, kann einen Zuschuss vom Sozialfonds beantragen. Siehe dazu “Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?”

Ich habe meinen Befreiungsantrag als pdf ausgefüllt, soll ich das mailen oder per Post schicken?

Da jeder Antrag abgeheftet und an das Immaamt weitergeleitet wird, schickt bitte die Anträge weiterhin per Post an die auf dem Antrag angegebene Adresse:

AStA der Alice Salomon Hochschule
Semesterticketreferat
Alice-Salomon-Platz 5 
12627 Berlin

Wenn ihr aufgrund der andauernden Hochschulschließung und weil ihr keinen Drucker zuhause habt, keine Möglichkeit seht den Antrag per Post zu schicken, dann könnt ihr den Antrag auch per Mail an die Mailadresse des Semesterticketreferats (semesterticket @ash-berlin.eu). Ich werde ihn dann ausdrucken. (Ich verwende dafür meinen eigenen Drucker und kriege kein Geld dafür, also bitte prüft das vorher)

Ich wohne in Brandenburg und nutze das Ticket nicht, kann ich mich befreien lassen?

Leider gibt es momentan keine Möglichkeit sich alleine wegen seines Wohnortes vom Semesterticket befreien zu lassen. Ein Aufenthalt außerhalb des Geltungsbereichs der Tickets ist nur in Verbindung mit studienbezogenen Anlässen (Praktikum, Recherche…) ein Grund sich vom Semesterticket befreien zu lassen.

Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?

Für alle Fälle, die nicht durch die Semesterticketsatzung gedeckt sind (zum Beispiel wegen einer Pandemie den Job verlieren und nicht in der Stadt sein), gibt es den Sozialfonds. Da zahlen alle Studierende jedes Semester 4,80€ ein, es ist also Teil eurer Semestergebühr. Über den Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds könnt ihr beantragen, Geld aus diesen Fonds als Entlastung wiederzubekommen. Der Antrag ist etwas umfangreicher als der zur Befreiung, aber es lohnt sich, da diesess System wenig ausgelastet ist und somit gute Chancen bestehen!

Bis wann muss was eingereicht werden? Was sind die Fristen?

Die Frist für die Befreiungsanträge endet 3 Wochen nach Semesterbeginn. Das bedeutet, allerletzter Stichtag ist der 22.10.2020. Ihr erhaltet eine Mail von mir wenn der Antrag bearbeitet wurde.

Beim Sozialfondsantrag muss es schneller gehen, da ist die Antragsfrist gleich die Rückmeldefrist der Semestergebühren, das heißt schon am 31.07.2020. Für Neuimmatrikulierte liegt die Frist bei 6 Wochen nach Immatrikulation.

Bitte beachtet, dass der Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds vom Semesterticketbüro der TU bearbeitet wird. Bitte senden an:

Technische Universität 
Semesterticketbüro 
Straße des 17. Juni 135 
10623 Berlin

Ich hab mein Semesterticket verloren, was muss ich tun?

Um ein neues Semesterticket zu bekommen, reicht es momentan aus eine Mail an das Immaamt (immatrikulationamt @ash-berlin.eu) zu schreiben mit der Bitte um Ersatz. Im folgenden müsst ihr 12€ überweisen und ihr kriegt das neue Semtix zugeschickt.

Wenn ich den Befreiungsantrag gestellt habe, muss ich trotzdem das Geld bei der Rückmeldung überweisen?

Ja. Ich habe als Mitglied im AStA keinen Zugriff auf die Finanzverwaltung der Hochschule. Der Befreiungsantrag muss also extra gestellt werden und der volle Betrag der Semestergebühren (samt Semesterticketbeitrag) müssen gezahlt werden. Bei einem stattgegebenen Antrag überweist euch dann das Immaamt den Beitrag zurück für diejenigen Monate, für die die Befreiung gilt.

Die aktuelle Situation ist für uns alle neu. Auch im Semesterticketreferat stehe ich vor neuen Herausforderungen. Bitte beachtet, dass ich ehrenamtlich im AStA arbeite und die Verhandlungen mit dem VBB sehr zeitintensiv sind. Längere Wartezeiten beim Beantworten der Mails kann ich also leider nicht verhindern.

Dennoch hoffe ich, dass einige Fragen beantwortet wurden!

Weiterhin ist mein Mailpostfach offen und ich gebe gerne auch Beratung über Jisti/Mumble.

Liebe Grüße, die Semesterticketreferentin <3

+++ Fahrtberechtigung für Erstsemester verweigert +++ miserable Kommunikation des VBB +++ eine wirkliche kulante Regelung ist nötig +++ solidarisch finanzierter ÖPNV für alle?

Hallo liebe Studis der ASH,

in einer Mail von der Univerwaltung an alle Studierenden formulierte der VBB eine „Kulanzregelung“ für die Nutzung des Semestertickets. Es ist allerdings so, dass vor allem Erstsemesterstudierende oder Urlaubssemester im WiSe von dieser Regelung einen Nachteil haben!

Warum wir das gar nicht kulant finden, könnt ihr hier in der Pressemitteilung des Semesterticketratschlag lesen: https://s.unhb.de/EumPW

Da die Hochschule außerdem zurzeit nur Notbetrieb fährt und für alle anderen gesperrt ist, können wir eure Anfragen bis auf weiteres nur per Mail (semesterticket@ash-berlin.eu) beantworten. Es wird also auch niemand telefonisch erreichbar sein.

Die Fristen für die Befreiung vom Semesterticket sind außerdem abgelaufen. Anträge, die sich noch in Bearbeitung befinden und auf die wir gerade keinen Zugriff haben, werden sobald alles wieder Fahrt aufnimmt selbstverständlich berücksichtigt. Bis dahin können wir leider keine Auskunft darüber geben, seht deswegen bitte von Fragen über den Bearbeitungsstand ab.

Wer noch einen Antrag auf Zuschuss zum Semesterticket vom Sozialfonds beantragen will, kann das noch bis zum 31. März per Mail (im pdf Format) tun und an das Semesterticketbüro der TU senden: semesterticket@asta.tu-berlin.de.

Bleibt gesund und gute Fahrt, euer semtixref