PM: VBB nutzt Solidarmodell des Semestertickets aus

Studierende wollen 365€ -Lösung durchsetzen

In den aktuell laufenden Semesterticketverhandlungen zwischen dem Zusammenschluss des Großteils der Berlin-Brandenburgischen Studierendenvertretungen und dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zeichnet sich kein Einlenken von Seiten der Verkehrsbetriebe ab. “Auch nach über einem halben Jahr zäher Verhandlungen will der VBB nicht von seinen geplanten Preiserhöhungen abrücken. Die allermeisten Studierenden würden damit deutlich mehr für das verbundweite Ticket zahlen, als das beim aktuellen Auszubildenden-Ticket der Fall ist.” so Molly Schauermann, Verhandlungsführerin der IGSemTixBBB.

Seit dem 1. August 2019 fahren Auszubildende im gesamten VBB-Tarifbereich für 365 € im Jahr. Einen solchen Preis für das Ticket  fordert die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg (IGSemTixBBB) auch für die Studierenden. Berliner Studierende zahlen aktuell jährlich 387,60 € für die Nutzung des Berliner Tarifgebiets ABC. Wenn sie im gesamten Tarifgebiet fahren wollen, müssen sie zusätzlich ein Anschlussticket für 299,60€ im Jahr kaufen. Das Semesterticket an einer Brandenburger Hochschule kostet im Moment im Schnitt 362,80€. Der VBB plant das Semesterticket zum Sommersemester 2021 und Wintersemester 2021/22 jeweils um 5 Euro zu erhöhen.

“Das was der VBB mit uns veranstaltet ist ein ausgewachsener Skandal. Das Solidarmodell1 des Semestertickets wird hier abgestraft, da die Studierenden mit Zwang zum Kauf mehr zahlen sollen als die Azubis, die sich das Ticket freiwillig kaufen können. Der VBB gibt die Mehrwertsteuersenkung nicht an die Studierenden weiter, bekommt teilweise die Einnahmeausfälle in Corona-Zeiten durch den Bund ersetzt und will jetzt auch noch bei einer der wirtschaftlich am stärksten von der Pandemie betroffenen Gruppe die Preise deutlich erhöhen.“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB. Tilman Kolbe von der IGSemTixBBB ergänzt: “Dabei wird das Ticket zur Zeit kaum genutzt. Die allermeisten Lehrveranstaltungen finden online statt. Entsprechend ist die Akzeptanz für ein Ticket, dessen Kauf verpflichtend ist, gerade im Sinkflug. Für das Sommersemester 2021 fordern wir eine Öffnung des Azubi-Tickets für diejenigen Studierenden, die sich das Ticket auch tatsächlich freiwillig holen wollen.”

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

PM: VBB fordert Preissteigerungen um bis zu 119%

Berlin. 23.07.2020

Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg fordert sozialverträglichen Gemeinschaftstarif für Studierende


Für die kommende Verhandlungsrunde zwischen den Berliner und Brandenburger Studierenden und dem Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB) zum neuen Semesterticket gründet sich die “Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-
Brandenburg” (IGSemTixBBB). Eine große Mehrheit der verfassten Studierendenschaften und der Beauftragten für die Semesterticketverhandlungen schließen sich in diesem neugegründeten Verbund für die Verhandlungen mit dem VBB zusammen.
Ziel ist es für die 50 Universitäten und Hochschulen in Berlin (40 Hochschulen) und Brandenburg (10 HS) einen gemeinsamen, sozialverträglichen Tarif für die Studierendenschaften in Berlin und Brandenburg zu erreichen. 205.000 Studierende nutzten im Wintersemester 18/19 das Semesterticket des VBB. Die IGSemTixBBB geht davon aus, dass im Wintersemester 2020/21 mehr als 210.000 Studierende das Semesterticket beziehen werden.

Besonders die vom VBB teilweise schon umgesetzte Preissteigerung in einem Zeitraum von 6 Jahren um 119% bewegte die Studierenden dazu sich kooperativ zusammenzuschließen um kleinen Universitäten die Chance zu geben auch ihre Interessen gegenüber dem VBB durchsetzen zu können. Gerade in der aktuellen Situation ist eine solche vom VBB geforderte Preissteigerung für die Studierendenschaft nicht zu bewältigen. Viele Studierende sind zur Finanzierung ihres Studiums auf Nebentätigkeiten angewiesen, aktuell haben rund 40% ihren Job verloren und funktionierende Hilfsmaßnahmen von Seiten der Politik bleiben weiterhin aus. Die Studierenden fordern die Politik daher auf, auf die aktuelle Situation zu reagieren und das Semesterticket dauerhaft zu subventionieren.
Die Interessengemeinschaft Semesterticket Berlin-Brandenburg wird sich in Zukunft gemeinschaftlich für die Interessen der Studierendenschaften für einen fairen gemeinschaftlichen Tarif einsetzen. „Wir bemängeln, dass wir Studierende als Einzige Ausbildungsgruppe das Semesterticket voll aus eigenen Mitteln tragen und dafür bisher von der Politik keine Subventionen erhalten. Gerade in der aktuellen Corona-Situation fordern wir daher von den politisch Verantwortlichen endlich spürbare Entlastungen für die Studierenden. Bisher ist noch nicht viel passiert – Dafür ist es jetzt aber Zeit!“, so Matthias Weingärtner, Verhandlungsführer der IGSemTixBBB.

Pressekontakt: semtix@lak-berlin.de

FAQ Semtix im WiSe 2020/2021

Schon seit einigen Semestern beträgt der Preis für das Semesterticket, wie auch im kommenden Wintersemester, 193,80€ und ist mir allen Konditionen so gültig, wie bisher. Noch lange bevor Corona die Stadt dichtgemacht hat, war der Vertrag so unterschrieben.

Aktuell stehe ich gemeinsam mit dem Semesterticketratschlag (einem Zusammenschluss der staatlichen Berliner Semesterticketbeauftragten) in Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben Berlin-Brandenburg über die Semesterticketverträge der Semester ab SoSe 2021.

Dabei sind wir selbstverständlich darum bemüht die Stimme der Studierenden und ihre Wünsche und Positionen einzubringen und ein Semesterticket zu verhandeln, mit dem alle gut und gerne Bahn fahren. In den nächsten Wochen wird sich abzeichen, wie die Verhandlungen ausgehen. Bleibt dafür gerne auf dem laufenden, lest unsere Pressemitteilungen und vefolgt die Medien zu dem Thema.

Nun erreichen mich in meinem Amt als Semesterticketreferentin vermehrt Anfragen dazu, ob eine Befreiung vom Semesterticket wegen Onlinelehre erwirkt werden kann. Aus dem Grund, dass ich wegen der aktuellen Verhandlungslage wenig Kapazität habe, alle Anfragen und Anträge, die mich erreichen sofort zu beantworten, möchte ich hier mit ein paar allgemeinen Antworten Klarheit schaffen.

Kann ich vom Semesterticketbeitrag befreit werden, wenn ich es wegen der Onlinelehre nicht brauche?

Leider gibt es keine Möglichkeit sich vom Semesterticket befreien zu lassen, wenn es nicht genutzt wird. In der Semesterticketsatzung (und im Befreiungsantrag) steht, dass eine Befreiung bei einem Online-Studium erwirkt werden kann. Da es sich bei der Onlinelehre um eine vorübergehende Lösung für Studiengänge handelt, die eigentlich (in der Studienordnung nachlesbar) Präsenzstudiengänge sind, kann deswegen keine Befreiung vom Semesterticket erwirkt werden.

Das Semesterticket funktioniert nach einem Solidarmodell, d.h., dass diejenigen, die besonders wenig mit dem Ticket fahren, diejenigen entlasten, die besonders viel damit fahren. Somit kann gewährleistet werden, dass es für alle bezahlbar bleibt. Wenn jetzt nur noch diejenigen das Ticket bezahlen, die es auch wirklich viel nutzen und drauf angewiesen sind, wird es immens teuer für alle.

Wer trotzdem sagt, dass es zu viel Geld ist für ein Tickt, dass zur Zeit kaum genutzt wird, kann einen Zuschuss vom Sozialfonds beantragen. Siehe dazu “Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?”

Ich habe meinen Befreiungsantrag als pdf ausgefüllt, soll ich das mailen oder per Post schicken?

Da jeder Antrag abgeheftet und an das Immaamt weitergeleitet wird, schickt bitte die Anträge weiterhin per Post an die auf dem Antrag angegebene Adresse:

AStA der Alice Salomon Hochschule
Semesterticketreferat
Alice-Salomon-Platz 5 
12627 Berlin

Wenn ihr aufgrund der andauernden Hochschulschließung und weil ihr keinen Drucker zuhause habt, keine Möglichkeit seht den Antrag per Post zu schicken, dann könnt ihr den Antrag auch per Mail an die Mailadresse des Semesterticketreferats (semesterticket@ash-berlin.eu). Ich werde ihn dann ausdrucken. (Ich verwende dafür meinen eigenen Drucker und kriege kein Geld dafür, also bitte prüft das vorher)

Ich wohne in Brandenburg und nutze das Ticket nicht, kann ich mich befreien lassen?

Leider gibt es momentan keine Möglichkeit sich alleine wegen seines Wohnortes vom Semesterticket befreien zu lassen. Ein Aufenthalt außerhalb des Geltungsbereichs der Tickets ist nur in Verbindung mit studienbezogenen Anlässen (Praktikum, Recherche…) ein Grund sich vom Semesterticket befreien zu lassen.

Mein Befreiungsantrag wurde abgelehnt, ich brauch aber dringend das Geld! Was kann ich tun?

Für alle Fälle, die nicht durch die Semesterticketsatzung gedeckt sind (zum Beispiel wegen einer Pandemie den Job verlieren und nicht in der Stadt sein), gibt es den Sozialfonds. Da zahlen alle Studierende jedes Semester 4,80€ ein, es ist also Teil eurer Semestergebühr. Über den Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds könnt ihr beantragen, Geld aus diesen Fonds als Entlastung wiederzubekommen. Der Antrag ist etwas umfangreicher als der zur Befreiung, aber es lohnt sich, da diesess System wenig ausgelastet ist und somit gute Chancen bestehen!

Bis wann muss was eingereicht werden? Was sind die Fristen?

Die Frist für die Befreiungsanträge endet 3 Wochen nach Semesterbeginn. Das bedeutet, allerletzter Stichtag ist der 22.10.2020. Ihr erhaltet eine Mail von mir wenn der Antrag bearbeitet wurde.

Beim Sozialfondsantrag muss es schneller gehen, da ist die Antragsfrist gleich die Rückmeldefrist der Semestergebühren, das heißt schon am 31.07.2020. Für Neuimmatrikulierte liegt die Frist bei 6 Wochen nach Immatrikulation.

Bitte beachtet, dass der Antrag auf Bezuschussung zum Sozialfonds vom Semesterticketbüro der TU bearbeitet wird. Bitte senden an:

Technische Universität 
Semesterticketbüro 
Straße des 17. Juni 135 
10623 Berlin

Ich hab mein Semesterticket verloren, was muss ich tun?

Um ein neues Semesterticket zu bekommen, reicht es momentan aus eine Mail an das Immaamt (immatrikulationamt@ash-berlin.eu) zu schreiben mit der Bitte um Ersatz. Im folgenden müsst ihr 12€ überweisen und ihr kriegt das neue Semtix zugeschickt.

Wenn ich den Befreiungsantrag gestellt habe, muss ich trotzdem das Geld bei der Rückmeldung überweisen?

Ja. Ich habe als Mitglied im AStA keinen Zugriff auf die Finanzverwaltung der Hochschule. Der Befreiungsantrag muss also extra gestellt werden und der volle Betrag der Semestergebühren (samt Semesterticketbeitrag) müssen gezahlt werden. Bei einem stattgegebenen Antrag überweist euch dann das Immaamt den Beitrag zurück. Dort kriegt ihr auch eine Anweisung was als nächstes passiert.

Muss ich beim Befreiungsantrag auch gleich mein Semesterticket mitschicken?

Bitte seht davon ab mir das Semesterticket gleich mitzuschicken. Es besteht immernoch die Möglichkeit, dass der Antrag nicht gültig ist, die Post was verliert, oder oder…

Wenn dem Antrag stattgegeben wurde (ihr bekommt eine Mail von mir und vom Immaamt), werdet ihr über das weitere Vorgehen informiert.

Die aktuelle Situation ist für uns alle neu. Auch im Semesterticketreferat stehe ich vor neuen Herausforderungen. Bitte beachtet, dass ich ehrenamtlich im AStA arbeite und die Verhandlungen mit dem VBB sehr zeitintensiv sind. Längere Wartezeiten beim Beantworten der Mails kann ich also leider nicht verhindern.

Dennoch hoffe ich, dass einige Fragen beantwortet wurden!

Weiterhin ist mein Mailpostfach offen und ich gebe gerne auch Beratung über Jisti/Mumble.

Liebe Grüße, die Semesterticketreferentin <3

+++ Fahrtberechtigung für Erstsemester verweigert +++ miserable Kommunikation des VBB +++ eine wirkliche kulante Regelung ist nötig +++ solidarisch finanzierter ÖPNV für alle?

Hallo liebe Studis der ASH,

in einer Mail von der Univerwaltung an alle Studierenden formulierte der VBB eine „Kulanzregelung“ für die Nutzung des Semestertickets. Es ist allerdings so, dass vor allem Erstsemesterstudierende oder Urlaubssemester im WiSe von dieser Regelung einen Nachteil haben!

Warum wir das gar nicht kulant finden, könnt ihr hier in der Pressemitteilung des Semesterticketratschlag lesen: https://s.unhb.de/EumPW

Da die Hochschule außerdem zurzeit nur Notbetrieb fährt und für alle anderen gesperrt ist, können wir eure Anfragen bis auf weiteres nur per Mail (semesterticket@ash-berlin.eu) beantworten. Es wird also auch niemand telefonisch erreichbar sein.

Die Fristen für die Befreiung vom Semesterticket sind außerdem abgelaufen. Anträge, die sich noch in Bearbeitung befinden und auf die wir gerade keinen Zugriff haben, werden sobald alles wieder Fahrt aufnimmt selbstverständlich berücksichtigt. Bis dahin können wir leider keine Auskunft darüber geben, seht deswegen bitte von Fragen über den Bearbeitungsstand ab.

Wer noch einen Antrag auf Zuschuss zum Semesterticket vom Sozialfonds beantragen will, kann das noch bis zum 31. März per Mail (im pdf Format) tun und an das Semesterticketbüro der TU senden: semesterticket@asta.tu-berlin.de.

Bleibt gesund und gute Fahrt, euer semtixref